Greenpeace besetzt AKW Unterweser

Wie auf dem Greenpeace-Blog zu lesen ist, haben Aktivisten der Organisation gestern das Atomkraftwerk Unterweser besetzt und gut 14 Stunden gehalten. Sie kletterten auf die Reaktorkuppel, pinselten einen Totenkopf die Kuppel sowie den Schriftzug „Atomkraft schadet Deutschland“. Gegen Nachmittag wurden die Aktivisten von einem Sonder-Einsatz-Kommando der Polizei vom Dach geholt und Betreiber E-On begann bereits in den Abendstunden damit, die Kuppel neu zu streichen. Für Innenminister Schäuble indes ist diese Aktion „…nicht die richtige Art.“

Hier das Video zur Aktion:

Die Aktion hat die unterschiedlichsten Reaktionen hervorgerufen, von denen ich euch hier einige präsentieren will:

Ein sehr umfassendes und differenziertes Bild wird auf wir-Klimaretter entworfen. Nicegus weist auf den Widerspruch zwischen High-Tech und veralteter Technologie hin.

Daniel von nachgeblogt.de erzählt von seinen Erfahrungen mit der PR-Abteilung des Kraftwerks sowie seinen Eindrücken von vor Ort. Eindrücke in Form von Bildern gab´s auch bei City9 zu sehen.

Unknown Reality greift die von Greenpeace geplanten Klagen gegen verschiedene alte AKWs auf.

Bei den Umgebungsgedanken findet sich ein kurzer Kommentar zur Sicherheit von AKWs. Kernidee: Wenn gewaltfreie Aktivisten auf die Kuppel kommen, was könnten Terroristen anrichten? In die selbe Richtung denkt auch der Autor von It´s true, BlackBaron und vielen weiteren Blogs.

Sehr schön finde ich ja den Kommentar auf Klimaschutz von Unten: Dort wird sich in typischer Linksaußen-Manier über die Wortwahl des Slogans aufgeregt. Immer wieder faszinierend, wie mensch in dieser Szene nur durch das Wort Deutschland provozieren kann. Als ob´s keine wichtigeren Probleme gäbe….

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4 Kommentare »

  1. […] [via] […]

  2. Burin Bache said

    14 Stunden auf der AKW-Kuppel. Wahnsinn!
    Eine super Aktion von Greenpeace! Glückwünsche und Respekt.
    Als das Teil vor 30 Jahren gebaut wurde hat mein Opa damals schon gesagt, dass von dem Ding nichts Gutes ausgehen wurde.
    Was mich zur Zeit bloß stört ist, dass man von den (verantwortlichen) Politikern praktisch gar nichts über die Aktion hört! 😡
    Bitte, bitte sorgt dafür, dass diese tolle Aktion nicht so einfach in Vergessenheit gerät, sonder hoffentlich noch lange und intensiv die Politik beschäftigt!
    Vielleicht hilft das hier ja ein klein wenig dabei.


    Also, wenn unser Niedersächsicher “Umweltminister” Hans-Heinrich Sander jetzt nicht endlich zurücktreten muß……doch der ist ja eh zum Pressesprecher von Eon verkommen.

  3. Anonymous said

    Zur Kritik des Kommentares auf Klimaschutzvonunten: Was heißt als ob es keine ichtigeren Probleme gäbe (bezogen auf die Kritik an Nationalstaaten)? In dem Artikel wird betont dass die Atomkraft ein großes Problem ist. Die Frage ist ja nur wie löst man das Problem. Und das geht eben nicht mit Nationalstaaten, weil diese vom Status Quo profitieren.
    Ihr Umweltschützer aus der äußersten Mitte, habt habt wohl nicht gepeilt, dass Umweltzerstörung nicht zufällig passiert, sonern System hat. Von daher bringt betteln einfach nichts, sondern die Ursachen müssen ausgemacht und behoben werden.

  4. eltobi said

    @Anonym:
    Ich heiße Nationalstaaten nicht gut, allerdings denke ich, dass Veränderung nicht durch die große, plötzliche Veränderung passiert, sondern in kleinen Schritten.
    Bevor Staaten abgeschafft werden können muss erstmal ein Bewusstsein für globale Probleme und Zusammenhänge geschaffen werden. Und das beginnt eben im Kleinen, bzw. in diesem Fall eben auf der individuellen und dann der nationalen Ebene.
    Ich finde es sehr schade, dass die gesellschaftliche Linke sich seit über 150 Jahren gegenseitig in Grabenkämpfen zerfleischt, nur weil keiner bereit ist, die eigene Position auch nur ein Stück weit zu hinterfragen und Kritik zuzulassen. Im Grunde genommen hällt die große masse der Bevölkerung Werte wie Solidarität und Liebe zur Natur nicht für falsch. Wenn allerdings weiterhin diejenigen Gruppierungen, die diese Werte vertreten so zerstritten sind, wird unser Planet in 100 Jahren ganz anders aussehen und die Gewinnmaximierung immer noch ddas wirtschaftliche handeln bestimmen.
    Hier ein schöner Link zum Thema: http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2009/06/wenn-du-die-welt-verandern-willst-fang.html

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