Greenpeace-Studie: Solarstrom aus der Wüste sichert Energieversorgung und schafft Arbeit!

Über Umwege hab ich grad folgendes entdeckt:

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat heute eine Studie veröffentlicht, welche das Potential von solarthermischen Kraftwerken in Wüstenregionen beleuchtet.

Diese Kraftwerke wandeln die Sonnenenergie nicht direkt in elektrische Energie um, wie das Photovoltaikanalagen tun (das sind die Dinger auf den Dächern), sondern bündeln die einfallende Sonnenenergie und lenken diese auf einen bestimmten Punkt – ganz ähnlich einer Lupe.

Die Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Solarthermischen Verband (ESTELA) und dem internationalen Netzwerk SolarPaces erstellt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass bei einem konsequenten Ausbau dieser Technologie in den entsprechenden Regionen und der Öffnung der Stromnetze der angrenzenden Regionen, im Jahr 2050 bereits ein Viertel des Weltenergiebedarfs über diesen Weg gedeckt werden könnten. Zusätzlich dazu könnten bis zu 2,1 Mio neue Arbeitsplätze entstehen.

Um diese ergeizigen Pläne umzusetzen, wäre ein schnelles Handeln der Politik nötig: Im Falle Europas beispielsweise eine Kooperation der EU mit den MENA-Staaten (Nordafrika und Naher Osten), die den Aus- und Aufbau solarthermischer Anlagen und des Stromnetzes beinhaltet. Auch die Implementation in globale Klimaschutzmechanismen wie den Clean Development Mechanism (CDM) oder Joint Implementation (JI), zwei Instrumente des Kyoto-Abkommens.

Dies wäre wirklich mal ein Thema, zu dem sich die Parteien meiner Meinung nach vor der Bundestagswahl positionieren sollten, wie auch Pamphleteer fordert. Die FDP hat dies sogar schon indirekt getan, da sie in ihrem Bundestagsprogramm die, von DESERTEC vorgeschlagene, Strategie eines Stromverbundes nachdrücklich unterstützt (S.55). Auch vor dem Hintergrund einer Entwicklung, von der auch die nordafrikanische Region profitiert ist ein solches Projekt sinnvoll, wie Afrikablog betont.

Falls ihr ähnlicher Meinung seid, dann befragt eure Bundestagsabgeordneten per abgeordnetenwatch.de dazu, wie sie zu dieser Idee stehen. Vor der Bundestagswahl sollten wir deutlich machen, dass es Alternativen zur Atomenergie gibt und dass es nicht mehr als den politischen Willen erfordert, diese Alternativen zu realisieren. Bereits der anstehende G8-Gipfel wäre die perfekte Gelegenheit, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen.

[Update]: Wie Tarif-Spion berichtet, hat sich mittlerweile auch Bundesumweltminister gabriel zu der Studie geäußert. Natürlich nur positiv…

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1 Kommentar »

  1. […] hatte Greenpeace auf das enorme Potential von Strom aus solarthermischen Anlagen verwiesen (siehe Artikel hier vom 27. Mai). So liesse sich rein rechnerisch der gesamte Energiebedarf der Welt mit solarthermischen Anlagen […]

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