Archive for Mai, 2009

Merkel wusste von Problemen in der Asse!

Heute geht´s direkt weiter mit Atomnews:

Über einen Hinweis von Pamphleteer! bin ich grade auf einen Bericht von „Kontraste“ vom gestrigen Tag gestoßen. Die Sendung des RBB hat aufgedeckt, dass das es im geplanten Endlager Asse von Anfang an massive Sicherheitsbedenken gab. Und wer wusste davon? Die damalige Bundesumweltministerin. Und wer war das? Angela Merkel!!!

Seit 1978 werden in der Asse schwach- und mittlerradioaktive Fässer gestapelt, seit 1988 fliesst Wasser in die Salzstöcke ein, zersetzt die Fässer und das kontaminierte Wasser droht das Grundwasser zu verseuchen. Da muss sich Mensch nicht wundern, wenn das Lesen unter der Bettdecke nachts auch ohne Lampe möglich ist…

Sehr schön finde ich auch, dass heute ca. 1.000 Menschen das illegale Atomendlager Gorleben besetzt haben. Die Zäune wurden durchtrennt, die Zufahrten mit Traktoren blockiert und Banner gehisst. Die Polizei war wohl vollkommen überfordert und die erst 1,5 Stunden später eintreffende Verstärkung fand keine Demonstranten mehr vor. Klingt erstmal schön, allerdings scheint mir die Duldung durch die Polizei dann doch ein wahltaktisches Manöver zu sein. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel spielt sich mal wieder als der große Freund der Atomkraftgegner auf, wohlwissend, dass der Erfolg in seinem Wahlkreis Salzgitter-Wolfenbüttel auch von der öffentlichen Meinung zur Atomkraft abhängt. Das oben genannte Versuchsendlager liegt nämlich zufällig genau in diesem Wahlkreis.

Nun noch zu etwas ganz anderem: Kim Jong Il twittert!

So long and thanks for the attention!

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„Strahlende“ Aussichten….

Nachdem ich gestern an dieser Stelle über einen vielversprechenden Ansatz im Bereich der erneuerbaren Energien berichtet habe, gibt es heute weniger schöne Nachrichten:

Wie die TAZ berichtet, gab es bereits am 15.Mai einen Zwischenfall im Atomkraftwerk Angra 2 bei Rio de Janeiro. Die Betreiberfirma Electronuclear gab bekannt, dass es bei Reinigungsarbeiten zum Austritt von radioaktivem Material gekommen sei und 4 Menschen leicht radioaktiv verseucht worden seien. Der Bericht wurde erst am Dienstagabend (26. Mai) veröffentlicht, also gut anderthalb Wochen nach dem Vorfall, was den massiven Protest von Umweltgruppen nach sich zog. Angesichts eines solchen Verhaltens muss man sich schon die Frage stellen, ob wir rechtzeitig informiert werden würden, wenn es zu einem Unfall kommen würde? Die Informationspolitik bei dem Zwischenfall im AKW Krsko in Slowenien vor fast genau einem Jahr lässt doch erheblich daran zweifeln…

Wie die Frankfurter Rundschau und viele andere heute berichteten, ist ein äußerst brisantes Dokument aus dem Besitz des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) aufgetaucht. Die interne Bewertung zeigt, dass der Salzstock in Gorleben bereits seit den 80er-Jahren zum Atommüllendlager ausgebaut wurde, obwohl bis zum heutigen Tag bloß eine Genehmigung zur Erkundung bezüglich der Tauglichkeit als Endlager besteht! Ein solches Ausmaß an Intransparenz trägt zumindest bei mir nicht wirklich dazu bei, Vertrauen in eine Technik zu fassen, die sowieso schon mit allerlei Risiken behaftet ist. Ich hoffe wirklich inständig, dass die Bürger bei der Bundestagswahl am 28. September die Atomkraft endgültig abwählen werden!

Soviel zur kleinen Atomrundschau für den heutigen Tag.

Stay clean. Stay Green. I´m out.

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Greenpeace-Studie: Solarstrom aus der Wüste sichert Energieversorgung und schafft Arbeit!

Über Umwege hab ich grad folgendes entdeckt:

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat heute eine Studie veröffentlicht, welche das Potential von solarthermischen Kraftwerken in Wüstenregionen beleuchtet.

Diese Kraftwerke wandeln die Sonnenenergie nicht direkt in elektrische Energie um, wie das Photovoltaikanalagen tun (das sind die Dinger auf den Dächern), sondern bündeln die einfallende Sonnenenergie und lenken diese auf einen bestimmten Punkt – ganz ähnlich einer Lupe.

Die Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Solarthermischen Verband (ESTELA) und dem internationalen Netzwerk SolarPaces erstellt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass bei einem konsequenten Ausbau dieser Technologie in den entsprechenden Regionen und der Öffnung der Stromnetze der angrenzenden Regionen, im Jahr 2050 bereits ein Viertel des Weltenergiebedarfs über diesen Weg gedeckt werden könnten. Zusätzlich dazu könnten bis zu 2,1 Mio neue Arbeitsplätze entstehen.

Um diese ergeizigen Pläne umzusetzen, wäre ein schnelles Handeln der Politik nötig: Im Falle Europas beispielsweise eine Kooperation der EU mit den MENA-Staaten (Nordafrika und Naher Osten), die den Aus- und Aufbau solarthermischer Anlagen und des Stromnetzes beinhaltet. Auch die Implementation in globale Klimaschutzmechanismen wie den Clean Development Mechanism (CDM) oder Joint Implementation (JI), zwei Instrumente des Kyoto-Abkommens.

Dies wäre wirklich mal ein Thema, zu dem sich die Parteien meiner Meinung nach vor der Bundestagswahl positionieren sollten, wie auch Pamphleteer fordert. Die FDP hat dies sogar schon indirekt getan, da sie in ihrem Bundestagsprogramm die, von DESERTEC vorgeschlagene, Strategie eines Stromverbundes nachdrücklich unterstützt (S.55). Auch vor dem Hintergrund einer Entwicklung, von der auch die nordafrikanische Region profitiert ist ein solches Projekt sinnvoll, wie Afrikablog betont.

Falls ihr ähnlicher Meinung seid, dann befragt eure Bundestagsabgeordneten per abgeordnetenwatch.de dazu, wie sie zu dieser Idee stehen. Vor der Bundestagswahl sollten wir deutlich machen, dass es Alternativen zur Atomenergie gibt und dass es nicht mehr als den politischen Willen erfordert, diese Alternativen zu realisieren. Bereits der anstehende G8-Gipfel wäre die perfekte Gelegenheit, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen.

[Update]: Wie Tarif-Spion berichtet, hat sich mittlerweile auch Bundesumweltminister gabriel zu der Studie geäußert. Natürlich nur positiv…

Comments (1)

Du bist Terrorist

Hab grad auf netzpolitik.org folgenden Film gefunden:

http://netzpolitik.org/2009/animation-du-bist-terrorist/

Ein sehr schöner Spoof zu einem leider nicht ganz so schönen Thema. Und wie die letzten Wochen gezeigt haben, ist der Wille der Politik, repressive Gesetze zu erlassen weiterhin ungebrochen. Das sollte uns schon zu denken geben…

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Mal wieder Panne im AKW Brunsbüttel

Es ist mal wieder soweit: Im Atomkraftwerk Brunsbüttel gab es mal wieder einen Störfall, über den auch die Medien berichteten. Ein Leck im Kühlkreislauf sorgte dafür, dass ein Probelauf abgebrochen werden musste. Das AKW wurde 2007 aufgrund von zu beseitigenden Kunstruktionsmängel vom Netz genommen und die Betreiber E.On und Vattenfall haben den Reaktor seit dem nicht wieder hochgefahren.

Der Grund hierfür liegt nicht in Wartungsarbeiten, wie die Betreiber offiziell verlautbaren lassen, sondern schlicht und einfach darin, dass das Kraftwerk als eines der ältesten in Deutschland eigentlich im August 2009 hätte vom Netz gehen sollen. Da die Atomlobby (primär die großen Energieversorger E.On, Vattenfall, RWE und EnBW) auf einen Ausstieg aus dem Atomausstieg nach der Bundestagswahl hoffen, bleibt Brunsbüttel erstmal vom Netz, so dass die erlaubte Reststrommenge erhalten bleibt.

Da gibt´s ehrlich gesagt, wie auch Duckhome fordert,  nur eins zu tun: Im September so wählen, dass es keinen Ausstieg aus dem Ausstieg gibt!

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Hier schreibt der Chef noch selbst…

…scheint zumindest so, wenn man sich die Antworten von Dr. Dieter Wiefelspütz bei abgeordnetenwatch.de anschaut.

Für einen gewählten Vertreter in einer Demokratie ist das schon ein recht herber Umgangston mit den Menschen, deren Interessen er verteten soll und mit denen er folglich auch den Dialog pflegen sollte. Wer sich nicht lange rumklicken möchte, findet bei Banger´sWelt einige ausgewählte Perlen des Herrn Wiefelspütz.

Bei dieser Art der herablassenden Rede muss nicht verwundern, wenn Politiker zunehmend als bürgerferne Sonderlinge erfahren werden und folglich die Politikverdrossenheit zunimmt. Bleibt zu hoffen, dass dies nur ein Sonderfall ist und sich andere Abgeordnete den Anliegen der Menschen angemessener annehmen.

Oder zumindest ihre Öffentlichkeitsreferenten schreiben lassen…

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Scharf, Schärfer, Scheissescharf!

Wer sich auch gerne dem Konsum von Chilischoten hingibt,  dem sei die Seite der ScovilleJunkies an´s Herz gelegt. Die Leute sind Profis auf ihrem Gebiet und von Infos über Herkunft, Anbau, Wirkungsweise und Verarbeitung von Chilis in Form von leckeren Rezepten, findet mensch hier alles was das (scharfe) Herz begehrt.

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